Wache halten

Joan Cary März 15, 2018
Hunde erschnüffeln tödlichen Blutzucker-Abfall
Minnesota
USA

Lion Lu Ommen hatte alle paar Monate Gesellschaft von Rettungssanitätern. Bei ihm war hyperglykämischer Schock aufgetreten und sein Blutzuckerspiegel war niedrig genug, um einen gefährlichen Krampfanfall zu verursachen.

Aber obwohl er sich mit den Notfallhelfern angefreundet hatte, hat Ommen sie längere Zeit nicht gesehen. Das hat er Gilbert und den Lions zu verdanken.

Gilbert, ein 28 kg schwerer, schwarzer Labrador Retriever, wurde vor vier Jahren Ommens Rund-um-die-Uhr-Begleithund. Egal, wo Ommen hingeht — sei es auf den Golfplatz, zum Treffen seines Harmony Lions Clubs, in dem er jetzt Präsident ist, auf den Pickleball-Platz, in die Kirche oder ins Bett — sein Diabetes-Begleithund geht mit.

Wenn Ommens Blutzucker zu niedrig oder zu hoch ist — unter 100 oder über 140 — macht Gilbert ihn darauf aufmerksam, indem er ihn bepfotet.

„Je mehr mein Blutzucker aus dem Gleichgewicht ist, desto aggressiver schlägt er mit seiner Pfote Alarm“, sagt Ommen. „Wenn er wirklich aus dem Lot ist, bellt er eventuell sogar.“

Gelegentlich hat Gilbert sogar Ommens Begleiter auf Blutzuckerprobleme hingewiesen. Wenn er sich in ihrer Nähe befand und die Anzeichen an ihrem Atem erkannte, hat er sie ebenfalls mit seiner Pfote berührt.

„Was er für mich tut, kann er auch für andere tun“, meint Omen. „Er ist ein toller Hund.“

Wenn Ommens Blutzucker zu niedrig oder zu hoch ist — unter 100 oder über 140 — macht Gilbert ihn darauf aufmerksam, indem er ihn bepfotet.

Der 6 Jahre alte Gilbert kam von „Can Do Canines“ zu Lu und Sue Ommen, einer von Lions unterstützten, gemeinnützigen Organisation in Minneapolis, die Personen in Minnesota und im naheliegenden Staat Wisconsin seit 1989 über 600 Begleithunde kostenlos bereitgestellt hat. Er ist darauf trainiert, den Atem seines menschlichen Partners Tag und Nacht zu überwachen.

Lion Alan Peters, Gründer und Exekutivdirektor der Organisation erklärt, dass Änderungen im Blutzuckerspiegel im Magen einer Person beginnen und deren Atem einen besonderen Geruch verleihen. Obwohl Menschen den Geruch nicht feststellen können, kann das sensible Gespür eines entsprechend trainierten Hundes ihn eindeutig erkennen.

Peters ist ebenfalls Diabetiker, was er durch Überprüfung seines eigenen Bluts festgestellt hat, als er bei einer Glukose-Screening-Veranstaltung der Lions ehrenamtliche Arbeit leistete.

Als wir die Organisation gründeten, hatte man noch nie von Hunden wie Gilbert gehört, aber inzwischen sind sie sehr gefragt. „Can Do Canines“ hat eine Warteliste von 184 Personen und hat 42 Hunde diabeteskranken Personen zugewiesen.

Die anderen der mehr als 600 Hunde dienen als Begleithunde für Hörgeschädigte, Gehbehinderte, Personen mit Anfällen und Autismus.

Häufig brauchen gerade die Menschen, die sich keinen Hund leisten können, einen Begleithund, meint Peters. Jeder Begleithund kostet die Organisation von seiner Geburt bis zum zweiten Lebensjahr ca. 25.000 USD, und in diesem Alter werden sie ihrem Besitzer in der Regel vorgestellt. Und die Lions aus Multidistrikt 5M haben hierbei Unterstützung geleistet.

In den Lions-Jahren 2016 bis 2017 spendeten Lions aus Minnesota über 182.000 USD, sagt Peters.

„Sie sind unser größter individueller Befürworter. Sie haben für uns großen Wert und nicht nur aufgrund ihrer finanziellen Unterstützung. Lions wissen eher über die Bedürfnisse in ihrer Gemeinde Bescheid.“

Dank 75.000 USD an Spenden von einzelnen Clubs und einem 75.000-USD-Zuschuss der Lions Clubs International Foundation konnte „Can Do Canines“ seiner Anlage 10 neue Zwinger hinzufügen.

Gilbert erinnert sich bei einem Besuch vielleicht an diese Zwinger, aber jetzt schläft er neben dem Bett der Ommens und wacht nachts verantwortungsbewusst auf, um den Atem seines Herrchens zu überprüfen.

„Ich passe gut auf ihn auf“, meint Ommen.

Wenn Gilbert reden könnte, würde er dasselbe sagen.

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